Wettarten und Quoten erklärt
BetLike bietet Sportwetten und Live-Wetten an.
Inhaltsverzeichnis
- Wettarten im Überblick
- Einzelwette und Kombiwette
- Systemwetten verstehen
- Quoten und implizite Wahrscheinlichkeit
- Sportwetten vor und während des Spiels
- Vollständige und teilweise erfolgreiche Systeme
- Annullierte Auswahlen in einem Rechenmodell
- Rückzahlung, Überschuss und Gesamtsaldo
- Gleicher Einsatz bei unterschiedlichen Quoten
Wettarten im Überblick
BetLike bietet Sportwetten und Live-Wetten an. Für die Einordnung einer Wette sind Ereignis, Markt, Auswahl, Quote und Einsatz entscheidend. Ein Ereignis kann ein Fußballspiel oder ein anderer sportlicher Wettbewerb sein. Der Markt bezeichnet die Frage nach einem bestimmten Ergebnis. Eine Auswahl legt fest, welches Ergebnis innerhalb dieses Marktes eintreten soll. Die Quote beschreibt den Faktor einer möglichen Bruttorückzahlung.

Eine Einzelwette verbindet eine Auswahl mit einem Einsatz. Eine Kombiwette verbindet mehrere Auswahlen, deren Quoten miteinander multipliziert werden. Eine Systemwette verteilt Einsätze auf mehrere Teilkombinationen. Die verschiedenen Strukturen verändern, wie viele Bedingungen für eine Rückzahlung erfüllt sein müssen. Mit höheren Gesamtquoten verändert sich die rechnerische Beziehung zwischen Einsatz und möglicher Rückzahlung.
Für die Abrechnung ist außerdem der zeitliche Bezug wichtig. Eine Wette auf den Ausgang nach regulärer Spielzeit kann anders bewertet werden als eine Auswahl auf den Sieger nach einer Verlängerung. Bei einem Satzmarkt zählt der betreffende Satz. Bei einem Gesamtmarkt kann das vollständige Ereignis entscheidend sein. Der genaue Wortlaut des Marktes gehört deshalb zur Beschreibung jeder Wette.
- Ein Vorgang braucht eine eindeutige Bezeichnung und einen nachvollziehbaren Zeitpunkt.
- Beträge und Ergebnisse werden getrennt betrachtet.
- Persönliche Grenzen bleiben unabhängig vom Ausgang bestehen.
Einzelwette und Kombiwette
Bei einer Einzelwette mit einem Einsatz von 12 € und einer Dezimalquote von 1,75 ergibt sich im Gewinnfall eine Bruttorückzahlung von 21 €. Darin ist der Einsatz bereits enthalten. Der rechnerische Überschuss beträgt 9 €. Bei einer verlorenen Auswahl wird der eingesetzte Betrag als Verlust verbucht. Die Dezimalquote bestimmt in diesem Beispiel den Rückzahlungsfaktor.
Bei einer Kombiwette werden mehrere Quoten multipliziert. Zwei Auswahlen mit den Quoten 1,60 und 1,50 ergeben eine Gesamtquote von 2,40. Mit einem Einsatz von 12 € entspricht dies rechnerisch einer Bruttorückzahlung von 28,80 €, wenn beide Auswahlen gewinnen. Geht eine notwendige Auswahl verloren, ist grundsätzlich auch die gesamte Kombination verloren. Eine zusätzliche Auswahl erhöht die Zahl der Bedingungen, die gemeinsam erfüllt werden müssen.
Für einen fairen Vergleich ist der gesamte eingesetzte Betrag entscheidend. Zwei Einzelwetten mit je 6 € beanspruchen zusammen ebenfalls 12 €. Die mögliche Rückzahlung verteilt sich aber auf zwei getrennte Ergebnisse. Bei einer Kombination hängt der gesamte Wettschein von beiden Bedingungen ab. Unterschiedliche Wettformen sollten deshalb nicht nur anhand einer einzigen maximalen Rückzahlung verglichen werden.
Systemwetten verstehen
Eine Systemwette besteht aus mehreren Teilkombinationen. Bei drei Auswahlen und einem System aus Zweierkombinationen entstehen drei Paare: erste und zweite Auswahl, erste und dritte Auswahl sowie zweite und dritte Auswahl. Jede Teilkombination besitzt einen eigenen rechnerischen Einsatzanteil. Der Gesamtbetrag ergibt sich aus der Summe dieser Anteile. Die möglichen Rückzahlungen werden für jede erfolgreiche Teilkombination gesondert berechnet.
Ein System kann bei einer verlorenen Auswahl noch eine erfolgreiche Teilkombination enthalten. Der Gesamtsaldo ergibt sich aus sämtlichen Teilkombinationen. Wenn nur ein Teil der Kombinationen gewinnt, kann die Summe der Rückzahlungen unter dem gesamten Einsatz liegen. Die Zahl der Teilwetten ist daher ebenso wichtig wie die Quoten der einzelnen Auswahlen. Die Struktur verteilt den Gesamteinsatz auf mehrere Ergebnisbedingungen.
Bei einem festen Budget muss der Einsatz pro Teilkombination entsprechend verteilt werden. Werden beispielsweise vier Teilkombinationen aus demselben Gesamtbetrag finanziert, ist der Einsatz je Teil geringer als bei einer einzelnen Wette mit dem vollständigen Betrag. Die genaue Aufteilung beeinflusst jede mögliche Rückzahlung. Deshalb sollte die gesamte Summe aller Teilwetten vor der Bewertung eines Systems bekannt sein.
Quoten und implizite Wahrscheinlichkeit
Die Dezimalquote ist ein Multiplikator für die Bruttorückzahlung. Eine Quote von 2,50 bedeutet, dass ein gewonnener Einsatz mit diesem Faktor multipliziert wird. Bei einem Einsatz von 8 € ergibt sich rechnerisch eine Bruttorückzahlung von 20 €. Der reine Überschuss beträgt 12 €. Bei einem verlorenen Wettschein bleibt diese mögliche Rückzahlung aus. Die persönliche Bilanz berücksichtigt die Summe der Einsätze und die Summe der Rückzahlungen.
Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Dezimalquote wird als Kehrwert berechnet. Bei einer Quote von 2,00 beträgt dieser rechnerische Wert 50 Prozent. Bei einer Quote von 4,00 sind es 25 Prozent. Diese Umrechnung ist eine Eigenschaft der angebotenen Quote. Sie bildet einen mathematischen Wert der angebotenen Quote ab. Quoten können außerdem eine Marge des Buchmachers enthalten.
Wer alle Auswahlen eines vollständigen Marktes betrachtet, kann deren implizite Wahrscheinlichkeiten addieren. Die Summe kann wegen der eingerechneten Marge über 100 Prozent liegen. Die einzelnen Quoten spiegeln damit nicht unmittelbar unabhängige, exakt gemessene Eintrittswahrscheinlichkeiten wider. Eine Quotendifferenz zwischen zwei Zeitpunkten zeigt zunächst eine Veränderung der angebotenen Konditionen. Die tatsächliche Ergebnisverteilung wird durch das Sportereignis bestimmt.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Einsatz | Der für eine Wette verwendete Geldbetrag |
| Quote | Faktor der möglichen Bruttorückzahlung |
| Rückzahlung | Betrag nach der Abrechnung eines gewonnenen Scheins |
Sportwetten vor und während des Spiels
Vor Spielbeginn werden Märkte auf Basis der bis dahin verfügbaren Informationen angeboten. Während des Spiels kommen neue Informationen hinzu, beispielsweise Tore, Punkte, Unterbrechungen und die verbleibende Zeit. Diese Ereignisse können die Einschätzung der möglichen Ausgänge verändern. Entsprechend können auch die Quoten im Spielverlauf schwanken.
Bei einer Live-Wette ist der Zeitpunkt der Annahme besonders wichtig. Eine angezeigte Quote kann sich zwischen Auswahl und Bestätigung verändern. Während einer entscheidenden Spielsituation kann die Annahme vorübergehend ausgesetzt sein. Eine bereits angenommene Auswahl wird anhand der für diesen Wettschein maßgeblichen Bedingungen betrachtet. Eine spätere Anzeige auf dem Bildschirm ändert die ursprünglich angenommene Quote nicht rückwirkend.
Vollständige und teilweise erfolgreiche Systeme
Ein System aus drei Zweierkombinationen enthält die Paare AB, AC und BC. Bei den angenommenen Quoten A = 1,50, B = 2,00 und C = 2,50 ergeben sich die Paarquoten 3,00, 3,75 und 5,00. Mit einem Einsatz von vier Euro pro Paar beträgt der Gesamteinsatz zwölf Euro. Gewinnen alle drei Auswahlen, entstehen Rückzahlungen von zwölf, fünfzehn und zwanzig Euro. Die Summe beträgt siebenundvierzig Euro.
Gewinnen nur A und B, wird ausschließlich das Paar AB erfolgreich abgerechnet. Seine Rückzahlung von zwölf Euro entspricht in diesem Zahlenmodell genau dem Gesamteinsatz. Gewinnen dagegen nur A und C, beträgt die Rückzahlung fünfzehn Euro. Die Höhe des Gesamtergebnisses hängt somit davon ab, welche Teilkombination tatsächlich erfolgreich ist. Die Zahl der gewonnenen Auswahlen allein beschreibt noch nicht jeden möglichen Saldo.
Bei unverändertem Gesamtbetrag kann eine andere Aufteilung der Teileinsätze zu einer anderen Verteilung der möglichen Rückzahlungen führen. Drei gleich große Anteile bilden ein symmetrisches System. Unterschiedlich große Anteile gewichten einzelne Teilkombinationen stärker. Der gesamte Wettschein wird durch die Summe aller Teileinsätze und die Summe aller tatsächlichen Rückzahlungen beschrieben.
Annullierte Auswahlen in einem Rechenmodell
Eine annullierte Auswahl kann bei einer Kombination nach den jeweiligen Regeln mit dem Faktor eins weitergeführt werden. Unter dieser Annahme bleibt bei zwei ursprünglich verbundenen Auswahlen die Quote der anderen Auswahl als Gesamtfaktor bestehen. Aus einer Kombination mit 1,80 und 2,20 wird bei Annullierung der zweiten Auswahl rechnerisch ein Faktor von 1,80. Die konkrete Behandlung folgt den Bedingungen des betrachteten Markts.
Bei einer Einzelwette führt eine Rückzahlung des unveränderten Einsatzes zu einem Saldo von null vor weiteren Kosten. Ein verlorener Wettschein hat einen anderen Rückfluss. Bei einem System kann dieselbe annullierte Auswahl mehrere Teilkombinationen betreffen, weil sie in mehreren Paaren oder Gruppen vorkommt. Jede Teilkombination wird entsprechend ihrer enthaltenen Auswahlen betrachtet.
Bei einem System mit den Paaren AB, AC und BC kommt A in zwei Teilkombinationen vor. Wird A im beschriebenen Modell mit dem Faktor eins gewertet, behalten AB und AC jeweils die Quote ihrer anderen Auswahl. Das Paar BC bleibt unverändert. Die Struktur des Systems bestimmt damit, welche Teile des Gesamtbetrags von der besonderen Wertung betroffen sind.
Rückzahlung, Überschuss und Gesamtsaldo
Für mehrere Wettscheine ergibt sich der Gesamtsaldo aus allen tatsächlichen Rückzahlungen abzüglich aller Einsätze. Bei Einsätzen von sieben, neun und vierzehn Euro beträgt die Summe dreißig Euro. Werden daraus insgesamt achtunddreißig Euro zurückgezahlt, liegt der rechnerische Überschuss bei acht Euro. Eine einzelne hohe Rückzahlung kann dabei neben anderen Wettscheinen mit geringerem oder ausbleibendem Rückfluss stehen.
Ein offener Wettschein besitzt noch kein endgültiges Ergebnis. Eine bereits berechnete mögliche Rückzahlung gehört zu einem bestimmten angenommenen Ausgang. Die tatsächliche Gesamtrechnung verwendet dagegen abgeschlossene Rückflüsse. Dadurch können innerhalb eines Betrachtungszeitraums bereits abgerechnete und noch offene Vorgänge nebeneinander stehen.
Eine Teilabrechnung kann einen Abschnitt eines Systems betreffen, während andere Teilkombinationen noch offen sind. Der Zwischenstand erfasst dann nur die bereits entschiedenen Teile. Der endgültige Gesamtbetrag steht nach der vollständigen Abrechnung aller einbezogenen Auswahlen fest. Der zeitliche Bearbeitungsstand ist damit ein eigenes Merkmal neben der rechnerischen Höhe der möglichen Rückzahlung.
Gleicher Einsatz bei unterschiedlichen Quoten
Bei demselben Einsatz lassen sich die Rückzahlungsfaktoren unmittelbar vergleichen. Sechs Euro mit einer Quote von 1,40 ergeben bei einem gewonnenen Wettschein 8,40 Euro. Bei einer Quote von 1,90 ergeben dieselben sechs Euro 11,40 Euro. Der rechnerische Unterschied beträgt drei Euro. Die jeweiligen Auswahlbedingungen bleiben für die tatsächliche Wertung maßgeblich.
Bei unterschiedlichen Einsätzen kann eine gleiche Bruttorückzahlung entstehen. Vier Euro mit einer Quote von 3,00 ergeben zwölf Euro. Acht Euro mit einer Quote von 1,50 ergeben ebenfalls zwölf Euro. Im ersten Fall beträgt der rechnerische Überschuss acht Euro, im zweiten Fall vier Euro. Der gleiche Rückzahlungsbetrag hat somit einen anderen Bezug zum ursprünglich eingesetzten Geld.
Für eine Gesamtrechnung sind Einsatz und Rückzahlung jeweils eigenständige Größen. Die Quote verbindet sie in einem bestimmten Gewinnfall miteinander. Bei mehreren Wettscheinen werden die tatsächlichen Rückzahlungen addiert und die Summe aller zugehörigen Einsätze abgezogen. Unterschiedliche Einsatzhöhen bleiben dabei auch bei ähnlichen Rückzahlungsbeträgen sichtbar.







